Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:
[>>]

so geschrieben

Donnerstag, 15. November 2007

ohne Titel (zehn zeilen)

ein unangenehmes schweigen. eines, das nur durch meine versuche sie von ihrem abzuhalten durchbrochen wird, erfüllt den raum. wohin uns das führt? nirgendwohin. immer tiefer an diese stelle, an der wir beide nicht mehr weiter können. nur noch nach innen, dahin wohin uns niemand folgen kann, auch wenn wir dachten, dass wir an allen orten des anderen schon waren. wir strafen uns lügen. strafen sie uns gegenseitig, ohne, dass auch nur einer von uns, nicht sie, nicht ich, aufgeben würde, diese lächerliche einstellung. den trotz, der in unseren nichtstimmen liegt. die traurigkeit, die unser beider augen umgibt. damit schlafen wir ein, nicht um zu vergessen, nein, um morgen alles wieder zu wiederholen.

Dienstag, 17. Juli 2007

Meine weiße Stadt (auch schon etwas älter...)

Eigentlich müsste er jetzt – genau in diesem Moment – um die Ecke kommen. Den Hut auf dem Kopf,
die Augen hinter der schwarzen, runden, dickberandeten Brille versteckt. Eigentlich. Aber niemand
kommt. Die Ecke bleibt verwaist. Stumm.
Hatte ich wirklich erwartet, dass ich ihn hier treffen würde, wo er doch keine hundert Meter
weiter vor diesem Café sitzt, das zu dieser Tageszeit von Reisenden – Touristen – nur so wimmelt. Er,
degradiert zu einem Klumpen Bronze, sieht dem Schauspiel schweigend zu, Tag um Tag, nicht in der
Lage sich davonzustehlen. Nicht in der Lage den Menschen zu entfliehen, von deren kreischenden
Stimmen er schon unablässlich Kopfschmerzen hat.
Ich hatte gehofft, dass er kommt. Er musste einfach kommen, immerhin war das hier mal seine
Stadt, mehr als es meine jemals sein kann. Das hier war seine Straße, sein Viertel, sein Kopfsteinpflaster,
sein Alles. Aber er hat es verlassen, vor langer Zeit schon, und doch scheint er mir anwesend zu sein. Ich
meine nicht dieses sitzende Abbild, ich meine das Abbild seiner Seele, das über der Stadt am blauen
Himmel kleben müsste.
Aber er kommt nicht. Die Ecke bleibt verwaist. Stumm. Ich bleibe allein zurück und suche den
Himmel nach angeklebten Seelen ab. Irgendwo muss er sich verstecken, irgendwo muss ich ihn finden.
Für heute habe ich alle Hoffnung verloren. Heute werde ich weder an den Himmel geklebte
Seelen, noch einen Weg, der mich ihm näher bringt, finden. Heute finde ich nichts mehr, außer in den
Schlaf meiner Träume.
Muss ich ihn vielleicht dort suchen? Ist das der Ort, an dem man an den blauen Himmel geklebte
Seelen finden kann? Ist das der Ort, an dem auch ich mich selbst finden kann?
Keine dieser Fragen kann ich beantworten, entzieht sich mir die Traumwelt doch schon seit
jeher. Keiner dieser Fragen kann ich auch nur annähernd einer Antwort zuführen, während meine Füße
mich hinunter tragen, zum Fluss. Der einzige, der sich von alldem nicht beeindrucken zu lassen scheint.
Der einzige, der in der Lage ist mein aufgewühltes Ich zu besänftigen. Der einzige, der an seiner Trauer
nicht zu leiden scheint. Der einzige, der mich noch wiederfinden kann.
Ich komme an, unten, vorbei an einer Baustelle, die sich zur Aufgabe gemacht hat ein weißes
Haus aus Kacheln zu errichten. Auf den ersten Blick scheint es kalt zu sein. Weiße Kacheln. Aber ich
blieb kurz stehen und betrachtete die schweigende Weiße der Fassade. Und sie fing an zu sprechen.
Nicht, dass sie Worte von sich gegeben hätte, nein. Aber ich habe verstanden, was sie mir sagen wollte.
Siehe in mich, siehe durch die Fenster in meine Inneres... Siehst Du? Ich bestehe aus Wärme. Ich lasse
sie herein durch all meine daraufhin ausgerichteten Fenster, sie, die an den blauen Himmel geklebte
Seele eines Unbekannten.
Deswegen kam ich unten an, denn dieses Haus hatte mir eines bewusst werden lassen. Die
Sonne, sie ist eine von der Art, die ich suche. Aber nicht genau die, die ich suche. Also muss ich nur
geduldig in meiner Suche sein und werde finden, was ich finden will. Ich werde und will geduldig sein.
Aber – und das hat mir auch das Haus erzählt – es ist nicht der blaue Himmel, an dem die von mir
gesuchte Seele klebt, nichts ist blau an ihrem Himmel. Was mich zu der Erkenntnis brachte, dass die
Suche länger dauern würde, als ich mir vorgestellt hatte.
Unten ließ mich ein graues Gebäude ein, der Platz, an dem sich Schienen, Strassen und
Oberleitungen in völligem Chaos begegnen, lag schon hinter mir, die Möwen hatten alles gegeben, um
das Ruder unerkennbar zu machen und ich folgte den grünen Pfeilen auf das Schiff, das mich – vom
Betongesalbten, dessen Schweißfüße geheilt worden waren, bewacht – über die flussgewordene
Traurigkeit tragen sollte.
Drüben angekommen – am Leuchtturm vorbei – stemmte ich mich in den aufkommenden Wind,
der die jungen Bäume zu irren Dehnübungen zwang. Meine Haare flogen davon, meinen Gedanken
nach, die den Weg über den Fluss zum Meer gefunden hatte, als ich für heute den letzten Blick zur
weißen Stadt geworfen hatte. Zu meiner weißen Stadt.

Montag, 4. Juni 2007

bac

»Der Bus spuckte neben allen anderen auch mich bei den kleinen Häusern aus. Fast alle männlichen Ausgespuckten spuckten ihrerseits die während der Fahrt angesammelte Langeweile auf den glühenden Asphalt. Die Sonne stand fast an ihrem höchsten Punkt für heute und machte keinen Unterschied zwischen denen unter ihr. Sie ist die wahre Göttin.«

das habe ich mal geschriebn, vor langer Zeit, als Anfang von irgendwas, was den Namen Fähre trägt...

Donnerstag, 1. Februar 2007

dit loch... oh oh

ein dunkles loch, zum ende der zeit
ein unglaublicher sog,
der alles, was sich ihm nähert, aufsaugt
und dann merke ich, daß mein Herz hineingezogen wurde!

ein großer baum, auf saftiger wiese
er steht am ende der zeit
der baum bin ich
und dann verliert der baum sein letztes grünes blatt

doch ich kann sehe,
daß der baum kurz vor dem fall des letzten blattes
eine neue, kleine knospe gebildet hat
zart und zerbrechlich

und der baum, der am ende der zeit wurzelt,
stellt sich gegen den sog des loches, das zu ihm selbst führt
bis sich loch und baum treffen,
als der baum und das gefallene herz sich vereinen!

Be Free!

was ich gerade lese...

was ich gerade höre...


Red Hot Chili Peppers
Blood Sugar Sex Magic [Ltd. Rei



Mastodon
Crack the Skye


From Monument to Masses
On Little Known Frequencies


Dead Texan
Dead Texan

Suche

 

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


Creative Commons License

xml version of this page

twoday.net AGB